
Jahrzehntelang waren für Infrastructure & Operations (I&O) zuständige Teams die stillen Helden des Unternehmens. Sie hielten das kritische Rückgrat von Systemen, Sicherheit und Verfügbarkeit aufrecht, von dem Unternehmen abhängig sind.
Doch das Zeitalter der KI, der Cloud-Infrastruktur und der verteilten Arbeitskräfte hat die Regeln verändert. Die IT-Infrastruktur ist nicht länger nur eine Hintergrundfunktion, CEOs und CIOs erkennen sie zunehmend als entscheidenden Motor für Wachstum, Resilienz und Wettbewerbsvorteile an. Dieser Wandel spiegelt sich deutlich in einer neuen Studie von Netskope wider, die mit CEOs und I&O-Führungskräften durchgeführt wurde.
Demnach verändert sich die Rolle der I&O-Führungskraft – vom technischen Anwender zum strategischen Partner. Jüngste Recherchen von Netskope zeigen, welch großem Druck I&O-Leiter ausgesetzt sind, während die Erwartungen in der gesamten Führungsebene steigen:
- 80 % geben an, dass die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens für das Erreichen der wichtigsten Geschäftsziele von zentraler Bedeutung ist.
- 80 % berichten, dass die Erwartungen von Führungskräften in den letzten 12 Monaten gestiegen sind, wobei der stärkste Anstieg der Anforderungen die Leistung der IT-Infrastruktur, die Umsetzung von KI und die Unterstützung neuer Produkte betrifft.
- 83 % der I&O-Führungskräfte haben das Gefühl, dass die an sie gestellten persönlichen Erwartungen gestiegen sind.
CEO- und CIO-Anforderungen
Um diesen gesteigerten Erwartungen gerecht zu werden, benötigen IT-Führungskräfte ein klares Verständnis davon, was die heutige CIO- und CEO-Agenda antreibt. Die Forschungsergebnisse von Netskope weisen durchweg auf drei Themen hin:
1. Ein wachsender Bedarf nach Transparenz und Vertrauen
Die im Rahmen der Recherchen von Netskope interviewten CEOs äußerten durchweg Frustration über den Mangel an Einblick in die moderne IT-Infrastruktur. In Umgebungen, die von hybriden Architekturen, Cloud-Diensten und KI geprägt sind, empfinden hochrangige Führungskräfte die Infrastruktur oft als „Black Box“.
Dieser Mangel an Transparenz untergräbt das Vertrauen. CEOs wünschen sich einen klareren Einblick in den Zustand, die Risiken und die Chancen ihrer IT-Bestände, kombiniert mit einer direkteren und transparenteren Kommunikation, wenn Probleme auftreten. Diese Ansichten wurden auch von I&O-Führungskräften geäußert. 61 % von ihnen berichteten, ihre CEOs seien oft frustriert darüber, wie wenig Einblick sie in die Leistung und das Risiko der Infrastruktur haben.
2. Steigender Bedarf nach proaktivem Handeln und strategischem Mut
Die CEOs waren sich auch darüber im Klaren, dass sich die Erwartungen an I&O-Führungskräfte geändert haben. Eine defensive Haltung nach dem Motto „Was nicht kaputt ist, muss man nicht reparieren“ reicht nicht mehr aus. Führungskräfte erwarten nun von I&O-Teams, zukünftige Geschäftsanforderungen zu antizipieren, souveräne Modernisierungsentscheidungen zu treffen und die Infrastruktur als ein dynamisches Asset zu behandeln, das Wettbewerbsvorteile ermöglichen kann.
3. Zweckmäßigkeit mit Sinn
CEOs, die im Rahmen der Recherche von Netskope befragt wurden, machten deutlich, dass sie nicht an Technologie um der Technologie willen interessiert sind. Sie wünschen sich fundierte, vernünftig kalkulierte und klar auf die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens ausgerichtete Lösungen.
Genauso wichtig ist es für CEOs, dass I&O-Teams Lösungen anstelle von Problemen präsentieren und klar darlegen, wie jeder in die IT investierte Dollar ein definiertes Geschäftsziel unterstützt. Zweckmäßigkeit, Rechenschaftspflicht und ergebnisorientierte Entscheidungsfindung sind heute feste Gesprächsbestandteile von Führungskräften in Bezug auf die Infrastruktur.
Der I&O-Realitätscheck: Druck und Unsicherheit
I&O-Führungskräfte ignorieren diese Veränderungen nicht. Die Recherche deutet auf eine Gemeinschaft hin, die bereit ist, aktuelle Herausforderungen anzugehen, aber mit dem Ausmaß und der Geschwindigkeit des erforderlichen Wandels zu kämpfen hat.
Diese strategischen Verbesserungen gehen jedoch nicht mit der entsprechenden Ermächtigung einher. Nur 18 % der I&O-Führungskräfte sind davon überzeugt, dass sie über das Personal und Budget verfügen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Diese Diskrepanz schürt Ängste, da die Mehrheit der Ansicht ist, dass die Erwartungen an Leistung (55 %), Belastbarkeit (58 %) und Sicherheit (59 %) angesichts der heutigen Systeme unrealistisch sind.
Zu dieser Beunruhigung trägt auch eine erhebliche Lücke in der strategischen Ausrichtung bei. Fast zwei Drittel (63 %) der I&O-Befragten fühlten sich weit von den strategischen Gesprächen entfernt, die IT-Entscheidungen prägen, und 20 % gaben zu, dass es ihnen an Verständnis für die Ziele ihrer CEOs oder CIOs fehlt. Darüber hinaus führt die zunehmende Abhängigkeit von „as-a-Service“-Technologien dazu, dass mehr als die Hälfte (52 %) der Befragten das Gefühl haben, weniger Kontrolle als je zuvor über ihre Kerninfrastruktur zu haben.
So gelingt eine strategische Ausrichtung
1. Infrastrukturentscheidungen in konkrete Geschäftsergebnisse umsetzen
Die erfolgreichsten I&O-Führungskräfte sprechen die Sprache ihres Unternehmens. Statt Diskussionen um Technologie-Akronyme wie „ZTNA-Rollout“ zu führen, konzentrieren sie sich auf die messbaren Auswirkungen auf das Geschäft: Agilitätsgewinne, quantifizierbare Risikominderung und Produktivitätssteigerung.
2. Früher und aktiver in die strategische Planung einsteigen
Wenn I&O zu spät einbezogen wird – nachdem eine wichtige Cloud- oder KI-Entscheidung bereits getroffen wurde – sind die Verantwortlichen gezwungen, reaktiv zu handeln und die Infrastruktur an bestehende Pläne anzupassen. Um eine strategische Rolle einzunehmen, müssen Führungskräfte ein früheres und kontinuierliches Engagement anstreben. Durch Fragen nach langfristigen Initiativen, zukünftigen Standorten oder erwarteten Anwendungsfällen für die KI kann I&O proaktiv eine Infrastruktur entwerfen, die die Ambitionen des Unternehmens unterstützt.
3. Sich für architektonische Einfachheit und Konsolidierung einsetzen
Reaktive, inkrementelle „Flicklösungen“ für Netzwerkprobleme sind nicht mehr tragfähig, insbesondere angesichts des angezogenen Tempos der KI-Einführung. Glaubwürdigkeit entsteht dann, wenn I&O-Führungskräfte langfristige Lösungen vorschlagen, die die grundlegende Komplexität angehen, auch wenn das bedeutet, kurzfristige Lösungen in Frage zu stellen.
4. Kontinuierliche Sichtbarkeit für Führungskräfte schaffen
Da viele Führungskräfte der obersten Ebene die Infrastruktur als „Black Box“ betrachten, ist eine transparente Berichterstattung zur Erläuterung der IT-Landschaft für den Aufbau von Vertrauen unverzichtbar. Der Fokus muss auf klaren Erkenntnissen in Bezug auf Leistung, Verfügbarkeit, Risikolage und Auswirkungen der Modernisierung liegen, nicht nur auf Plattform-KPIs.
5. I&O als Wegbereiter einer sicheren, skalierbaren KI-Einführung positionieren
Die künstliche Intelligenz sorgt für eine grundlegende Veränderung der Konnektivität und Sicherheit – von I&O wird erwartet, die entsprechenden Antworten zu liefern. Führungskräfte müssen I&O als KI-Aktivierung positionieren, die den Zugriff auf Modelle sichert, sensible Daten vor Lecks oder Prompt Injection schützt und die KI intern nutzt, um Abläufe zu automatisieren.
Die unternehmerischen Möglichkeiten sind eindeutig : I&O-Führungskräfte sind bereit und bestrebt, die Infrastruktur in einen widerstandsfähigeren Motor für den Unternehmenserfolg zu verwandeln.
Ihre Leistungsfähigkeit wird jedoch durch Altsysteme, begrenzte Ressourcen und strategische Fehlentscheidungen eingeschränkt. Um stärkere Verbindungen zur Führungsetage aufzubauen, muss I&O sich darauf konzentrieren, Infrastrukturentscheidungen in Geschäftsergebnisse umzusetzen, früher in den strategischen Planungszyklus einzusteigen, für moderne Architekturen einzutreten, verbesserte Transparenz zu bieten und bei der sicheren Einführung von KI eine führende Rolle zu übernehmen.
Diese Veränderungen sind aktuell von zentraler Bedeutung, um die Erwartungen von CEOs und CIOs an ihr Unternehmen zu erfüllen.
Laden Sie den vollständigen Bericht „Crucial Conversations: Line of Sight“ herunter, um mehr zu erfahren.
















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