Dieser Bericht untersucht die Einführung von KI, Datensicherheitsrisiken, Trends bei der Malware-Verbreitung und die Nutzung persönlicher Cloud-Dienste in Unternehmen in Europa. Da KI nahezu allgegenwärtig wird und tief in alltägliche Arbeitsabläufe eingebettet ist, ist das zentrale Thema klar: Der Schutz regulierter und sensibler Daten bleibt oberste Priorität.
Regulierte Daten bleiben der Hauptrisikofaktor: Bei Verstößen gegen Datenschutzrichtlinien in KI- und persönlichen Cloud-Anwendungen geht es überwiegend um regulierte Daten (59%), gefolgt von Quellcode (15%), geistigem Eigentum (13%) sowie Passwörtern und API-Schlüsseln (12%). Dieser Trend unterstreicht die anhaltende Herausforderung, Compliance-relevante und geschäftskritische Informationen in zunehmend KI-gestützten Umgebungen zu schützen.
Die Nutzung von KI ist nahezu flächendeckend, die Steuerung befindet sich jedoch noch im Entwicklungsprozess: Der Einsatz von KI ist mittlerweile in rund 99 % der europäischen Organisationen verbreitet, wobei die Akzeptanz bei den einzelnen Nutzern deutlich von 35 % auf 65 % gestiegen ist. Gleichzeitig verlagern Unternehmen aktiv den Fokus ihrer Nutzer von persönlichen Tools (79 % auf 43 %) hin zu Managed Solutions (28 % auf 72 %). Allerdings ist die Zahl der Nutzer, die zwischen privaten und geschäftlichen Konten wechseln, von 7 % auf 15 % gestiegen, was zeigt, dass die Risiken von Schatten-KI und die Usability-Lücken weiterhin bestehen.
KI ist tief in die Arbeitsabläufe integriert: Künstliche Intelligenz beschränkt sich nicht mehr auf die direkte Interaktion; die meisten Nutzer verlassen sich auf KI-gestützte Funktionen, die in gängige Tools und Apps integriert sind, wie z. B. Besprechungsprotokollierung, Schreibassistenten, Coding-Copiloten und KI-gestützte Suchfunktionen. Diese gestaffelte Einführung erhöht die Komplexität der Verwaltung des Datenaustritts und der Aufrechterhaltung einheitlicher Sicherheitskontrollen in verschiedenen Umgebungen.
Bedrohungen und Risiken verschmelzen mit vertrauenswürdigen Plattformen: Angreifer nutzen zunehmend weithin vertrauenswürdige Cloud-Dienste wie GitHub und Microsoft OneDrive, um Schadsoftware zu verbreiten, während die intensive Nutzung privater Anwendungen die Grenze zwischen Unternehmens- und Privatumgebungen immer weiter verwischt und so zusätzliche Wege für die Offenlegung von Daten schafft.
